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Nationalpark Kalkalpen

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Themenweg


Der Weg zur Waldwildnis

Einst hat die Waldwildnis den Großteil des Landes bedeckt. Wild waren in erster Linie seine Bewohner, die Tiere. Ehrfurcht gebietend die knorrigen alten Baumriesen. Den Menschen war diese Wildnis unheimlich.


Vor 500 Jahren gab es noch viele Urwälder im Reichraminger Hintergebirge und Sengsengebirge. Erst dann haben Axt und Säge das Bild des Waldes und damit auch den Lebensraum Wald verändert.


Im Nationalpark Kalkalpen beginnt die Waldwildnis langsam wieder Fuß zu fassen.
Stürme sind der Motor für die Dynamik eines natürlichen Waldes: Baumstämme werden geknickt oder ganze Bäume entwurzelt. Nach dem Sturm kommt der Borkenkäfer und besiedelt die geschwächten Bäume. Bei den Fichten ist der sogenannte Buchdrucker, ein nur wenige Millimeter großer Borkenkäfer, ein von Forstleuten gefürchtetes Insekt.

Flächen mit entwurzelten, gebrochenen und abgestorbenen Bäumen, kreuz und quer ineinander verstrickt, bedeuten für viele Tier und Pflanzenarten neuen Lebensraum. Licht und Wärme am Waldboden begünstigen Insekten und Mäuse, auch Bockkäfer besiedeln das tote Holz. Lichtbedürftige Pionierbäume wie die Eberesche können im Schutz der durcheinander liegenden Fichten einen neuen Wald begründen. Der Weg vorwärts zur Waldwildnis im Nationalpark Kalkalpen kann beginnen.

Wenn Sie den „Weg zur Waldwildnis“ im Bereich Feichtau/Sonntagsmauer erwandern, erleben Sie hautnah die ersten Schritte des Wirtschaftswaldes in Richtung Wildnis: Beim Klettern über umgestürzte Bäume oder auf einer Beobachtungsplattform am Rande der Windwurffläche.

Noch besser ist es allerdings, sich einer geführten Tour mit einem Nationalpark Betreuer anzuschließen.

Eine geführte Rundwanderung, ausgehend von der Polzhütte auf der Feichtau, dauert etwa eineinhalb bis zwei Stunden.
Weglänge ist etwa zwei Kilometer
Höhenlage 1.370 bis 1.500 Meter
Reine Gehzeit etwa eine Stunde – Anstieg zu Fuß von Molln/Bodinggraben in zirka drei Stunden und von Molln/Hopfing in zweieinhalb Stunden.

Diese Wanderung empfehlen wir von Juni bis Oktober

Das Projekt wird durch die Thun AG, Bozen, finanziert. Der Südtiroler Hersteller von Geschenkartikeln und Kachelöfen aus Keramik ist traditionell der Freude seiner Kunden und der Umwelt verpflichtet.
Quelle: Nationalpark Kalkalpen


Informationen dazu erhalten Sie im
Nationalpark Zentrum Molln


07584/3651
nationalpark@kalkalpen.at
www.kalkalpen.at