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Nationalpark Kalkalpen

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Wildniscamp im Nationalpark



"Wildniscamp" im Nationalpark: Dreißig Forscher finden Unterkunft

Einen Hauch von Wildnis können künftig Besucher des Nationalparks Kalkalpen erleben. Im Bereich Oberlaussa in der Gemeinde Weyer-Land entsteht ein "Wildniscamp" für Schulungen und Kurse.

Das teilweise verfallene und baufällige Forsthaus Holzgraben wird generalsaniert und adaptiert. Es bietet künftig für dreißig Personen Nächtigungsmöglichkeit und einfache Selbstversorgung. Gruppen und Individualbesucher werden von Nationalpark-Rangern betreut.

In der Umgebung des Wildniscamps können Naturinteressierte Besucher die Prozesse um die Rückkehr von Kulturwald zur Wildnis beobachten und sich über Forschungsergebnisse informieren.

Mit der notwendigen Generalsanierung des Daches wurde bereits begonnen und schadhafte Holzblockteile wurden ausgewechselt. Das mehr als 200 Jahre alte Gebäude steht unter Denkmalschutz. Die Fertigstellung ist bis Ende 2007 geplant.

Die Kosten der Sanierung belaufen sich auf 400.000 Euro. Das Land stellte nun auf Vorschlag von Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl mehr als 200.000 Euro zur Verfügung.

"Wir wollen dort das Thema Wildnis spürbar machen und ab 2008 eine spezielle Angebotsschiene starten", sagt Nationalpark-Direktor Erich Mayrhofer.

In Europas Kulturlandschaft ist Wildnis als Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen rar geworden und nur in wenigen Großschutzgebieten wirklich erlebbar. "Gleichzeitig ist die Sehnsucht nach unberührter Natur und Abenteuer für Erholungssuchende Menschen sehr groß, die entsprechenden Urlaubsziele rangieren ganz oben auf den Listen", sagt Sigl

Mehrtägige Wanderungen
"Die Vermittlung von Natur und die Begleitung in die Wildnis ist ein wichtiges Leitmotiv für das Besucherangebot des Nationalparks Kalkalpen", meint Mayrhofer. Besonders Wanderern auf mehrtägigen Touren bietet wilde Natur ein nachhaltiges Erlebnis.

Quelle: OÖ Nachrichten vom 22.11.2006 (Autor: Hans Stögmüller)
Foto: OÖ-Tourismus