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Nationalpark Kalkalpen

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Blahbergalm

Zwanzig bewirtschaftete Almen liegen im Nationalpark Kalkalpen

2200 Hektar Lebensraum für Wiesenbrüter, Schmetterlinge und Orchideen. Diese über Jahrhunderte entstandene Kulturlandschaft soll bewahrt werden.

Einige Almen stehen im Grundeigentum der Bauern. Auf anderen wird die Beweidung in Form eines Servitutsrechtes ausgeübt, eines urkundlich niedergeschriebenen Rechtes. Wie die Blahbergalm verpachtet der Nationalparkbetrieb der Bundesforste Almen an Bauern um diese schützenswerten Lebensräume zu erhalten. Ohne Hilfe der Bauern würden diese Gebiete rasch mit Wald zuwachsen.

Heimische Rinderrassen fördern

Eines hat Nationalparkdirektor Erich Mayrhofer und den Züchter der Murbodner-Rinder Konrad Hörmann zusammengeführt: Sie wollen im Nationalpark einst heimische Nutztierrassen erhalten und damit unwiederbringliches Natur- und Kulturgut sichern und die genetische Vielfalt erhalten. Konrad Hörmann hat im Jahr 2000 die Blahbergalm vom Nationalparkbetrieb der Bundesforste langfristig gepachtet. Basis für ein ehrgeiziges Instandsetzungsprojekt.


Alte Alm ganz neu

Zur Instandsetzung der Blahbergalm investierten die Familie Hörmann, der Nationalparkbetrieb der Bundesforste, die Nationalpark Ges.m.b.H. und die Agrarbezirksbehörde rund 90.000 Euro. Der Zufahrtweg musste verbessert werden, die Wasserversorgung erneuert und das gesamte Stall- und Almhüttengebäude saniert.


Viel Zeit wurde für das Schwenden verwendet, das frei schneiden der Almflächen von Jungbäumen. Und wie es sich gehört, ein neues Schindeldach gibt es auch.


Murbodner im Einsatz für Natur und Mensch

Und dass die Alm so bleibt, dafür arbeitet der Almbauer und dafür sorgen auch seine Tiere. Hier auf 1041 m Seehöhe hat die Luft einen geringeren Sauerstoffgehalt als drunten im Tal. Die Atmung wird intensiviert und kräftigt Lunge und Herz.Zusammen mit dem gesunden Futter und viel Bewegung wird die Muskulatur gestärkt und die Tiere nehmen täglich 0,5 kg Gewicht zu.

Einziges Schmankerl vom Bauern ist Viehsalz für den Mineralstoffhaushalt. Übrigens - typische Almpflanzen sind oft giftig oder dornig. Und was vom Vieh gemieden wird, dient wieder anderen Lebewesen als Lebensgrundlage.