
Hinaus zum Wintersport!
Keine Ausrede! Walking und Jogging im Winter an der frischen Luft tun dem Immunsystem gut. Licht, Sauerstoff und Sport stimulieren die Wohlfühl-Hormone. Für das Training bei Kälte einige Spezialtipps beherzigen!
Endlich raus aus der trockenen Heizungsluft des Büros, freuen sich viele, wenn sie abends noch zum Walking ausschwärmen. Damit der Outdoor-Sport auch in der kalten Saison so richtig Spaß macht, müssen Kleidung, Belastungsintensität sowie das Aufwärmen passen.
• Beim Joggen einen Gang zurückschalten: Im Winter die sanftere Variante wählen. Der Körper muss bei Kälte schon in Ruhe mehr leisten als sonst. Stoffwechsel, Puls- und Herzfrequenz werden angeheizt, damit die Körperwärme gesichert ist. Eher langsamer walken oder joggen, dafür aber länger. Anfänger sollten im Bereich von 55 bis maximal 75 Prozent der maximalen Herzfrequenz, die man mit der Formel 220 minus Lebensalter berechnet, trainieren.
• Aufs Aufwärmen nicht vergessen: Bei null Grad Celsius sollte man sich vor dem Sport doppelt so lange aufwärmen wie sonst. Muskeln, Sehnen und Bänder brauchen länger, um elastisch zu werden. Große Muskelpartien gut dehnen.
• Zwiebelprinzip: Sich nicht allzu dick anziehen. Direkt auf der Haut High-Tech-Fasern wie z. B. Coolmax, Dryfit etc. tragen. Am besten Funktionsunterwäsche tragen, die den Schweiß rasch nach außen leitet. Baumwolle ist direkt auf der Haut ungeeignet, weil sie nass kleben bleibt. Eine atmungsaktive wetterfeste Jacke ist als Schutz optimal. Eine Mütze, Haube oder Stirnband ist bei Wind oder Kälte ein Muss. Bis zu 60 Prozent der Körperwärme gehen nämlich über den Kopf verloren.
• Mund zu: Versuchen durch die Nase zu atmen, dann kann sich die Luft erwärmen bis sie in die Lunge kommt. Ab minus zehn Grad Celsius Mundschutz tragen.
Wenn das Thermometer um die minus 15 Grad Celsius anzeigt: lieber spazieren gehen als joggen. Durch die kalte Luft beim Sporteln können sich Lungenbläschen verkrampfen, was zu Schmerzen, Atemnot und Erkältung führen kann.
Wichtig: Die frostigen Temperaturen greifen unsere Haut ziemlich an. Verwenden Sie keine Feuchtigkeitscremen, sondern verwöhnen Sie Ihre Haut mit einer reichhaltigen Fettcreme. So vermeiden Sie die unschönen roten Äderchen auf den Wangen.
Quelle: OÖ Nachrichten, 21. Jänner 2006