
Mit acht bestiegenen Hauptgipfeln der Himalaja-Kette und insgesamt 10 Gipfeln über 8.000 Höhenmetern ist Gerlinde Kaltenbrunner die derzeit weltweit erfolgreichste Höhenbergsteigerin. Die Saison 2005 war für sie eine sportliche sowie nervliche Herausforderung, in der sie Höhen wie auch Tiefen einer Profisportlerin erlebte. Gipfelsiege begleiteten sie dabei genauso wie der Mut zur Umkehr.
So blieb dem dreiköpfigen Expeditionsteam rund um Gerlinde – Ralf Dujmovits aus Deutschland und Hirotaka Takeuchi aus Japan – die Erklimmung des höchsten Berges der Welt, des Mount Everest, im heurigen Jahr verwehrt. Auf einer Höhe von 7.700 Metern erlitt Takeuchi ein gefährliches Höhenhirnödem. Die Expeditionsmitglieder kehrten um, um dem Freund das Leben zu retten.
Gerlinde Kaltenbrunner ist ausgebildete Diplom-Krankenschwester. Später wurde sie Außendienst-Mitarbeiterin bei einer Sportartikelfirma. Diesen Beruf hängte sie an den Nagel und wurde Berufsbergsteigerin, die ihre Touren durch Sponsoring finanziert. Langsam wird auch die Bezwingung aller 14 Achttausender ein Thema: "Jetzt hab ich's eigentlich schon vor, so lange es mir gut geht und ich gesund bleibe", sagt Kaltenbrunner. Ihr Training ist beinhart: Schon ab fünf Uhr früh Ergometer-Fahren, nach der Arbeit Bergläufe oder Skitouren.
Quelle: OÖN