
Hans Hauenschild
Geb. 14. August 1842 in Windischgarsten
Gest. 26. Juni 1901 in Vouvry
Professor Hans Hauenschild hat durch seine Erfindungen die Zementindustrie revolutioniert. Er errichtete Zementwerke in halb Europa und seine oft patentierte Methode des „kontinuierlichen Brennens von Portalndzement in Schachtöfen“ gilt als bahnbrechende Erfindung auf dem Gebiet der Zementerzeugung. Bis 2001 war ihm von der Vereinigung der Schweizer Zementfabrikanten in Vourvry ein Ehrengrab gewidmet. Der Grabstein befindet sich nun als Denkmal in Windischgarsten. Noch bevor Hans Hauenschild aus religiösen Gründen nach Berlin ausgewandert war, hat er sich um seine Heimat als Forscher und Journalist große Verdienste erworben. Er entdeckte die römischen Ruinen von Windischgarsten, erforschte die Kreidelucke in Hinterstoder und begründete damit die Höhlenforschung in Oberösterreich. Seine ausgezeichneten Schilderungen von Bergbesteigungen wurden in verschiedene Alpenvereinszeitungen veröffentlicht und machten dadurch die Region in der ganzen Monarchie bekannt.
Vorerst trat Hauenschild in den Orden der Benediktiner ein und trug als Pater den Namen Gottfried. Nach Abschluss seiner naturwissenschaftlichen Studien in Wien verließ er den Orden und trat, um heiraten zu können, zum evangelischen Glauben über. Mit seiner Frau Maria, geb. Wittmann, hatte er zwölf Kinder. Mehrere seiner Söhne waren sehr verdienstvoll in der Zementindustrie tätig.