Naschsträucher und andere Beeren sollten in keinem Garten fehlen
Beeren waren Waldbewohner. In ihren Gartenformen lieben sie aber die Sonne.
Der Boden sollte aber immer noch so gemulcht werden, dass er „waldig" wird: mit Rindenstücken, Nadelstreu und „saurem" Humus.
Beeren werden immer drei Jahre auf einem Beet kultiviert, daher muss der Boden gut vorbereitet und mit reifem, also nach Walderde riechendem Kompost versorgt werden.
Beste Pflanzzeit: Ende Juli.
Bei Erdbeerstauden, die schon ein oder zwei Jahre im Garten stehen, werden nach der Ernte alle Blätter entfernt. Dabei kann man alle Ausläufer entfernen und für ein neues Erdbeerbeet nutzen. Alte Pflanzen im August mit Kompost, Steinmehl und Hornspänen versorgen.
Beeren sind einfach zu kultivieren: am Rand des Gartens, der Boden sollte eher „sauer" sein. Schon beim Anlegen sollte daher Rindenmulch und Kompost eingearbeitet werden. Zum Abdecken der Erde ist Rindendekor ideal, das hält die Feuchtigkeit im Boden. Abgetragene Ruten und dünne Äste nach der Ernte bodeneben abschneiden, nur kräftige und gesunde Himbeerruten bleiben stehen.
In Gärten, in denen die Rutenkrankheit alljährlich die Triebe dahinrafft, kann nur noch die robuste Sorte „Autuimn Bliss" versucht werden. Bei dieser Sorte werden alle Triebe im Spätherbst bis zum Boden abgeschnitten, denn sie fruchtet auf einjährigen Trieben.
Ribiseln (Johannisbeeren) sollten sonnig stehen, der Boden soll locker und humusreich sein. Jährlich im Herbst erhalten die Sträucher verrotteten Stallmist und Kompost als Mulchdecke. Niemals darf im Bereich der Ribisel umgestochen werden, die Pflanzen wurzeln sehr flach. Daher ist auch im Sommer eine Mulchdecke günstig, denn sie schützt die Wurzeln vor dem Austrocknen. Rückschnitt im Herbst.
Heidelbeeren in einem Hochbeet in saurer (kalkfreier) Erde gepflanzt, brauchen kaum Pflege und bringen doch tolle Erträge. Als Erde verwendet man Gehölzschnitt, dann Rindenhumus und als Pflanzerde Lauberdekompost oder Torf vermischt mit Holzspänen oder Sägemehl (1:1). Eventuell im Frühjahr mit Rhododendron-Dünger „füttern". Die beste Sorte: „Bluecrop".
Quelle: OÖ Nachrichten, 20. Juli 2006