Vorbräunen ist kein Schutz vor Hautkrebs
Vor dem Urlaub setzen viele auf ein „Vorbräunen“ im Solarium, um einen Sonnebrand im Urlaub zu vermeiden. Doch die Minuten auf der Sonnenbank schaden der Haut mehr, als dass sie ihr gut tun. UV-Strahlen, egal ob künstlich oder natürlich, schädigen die Haut und können zu Hautkrebs führen. Messungen in Solarien zeigen, dass die Strahlenstärke viel zu hoch ist. Wer meint, Solariumsbräune bereitet die Haut schonend auf den Sonnenurlaub vor, hat sich getäuscht.
Lichtschwiele bietet Schutz
Der Grund: Schutz vor Sonnenbrand bietet die sogenannte Lichtschwiele, eine Verdickung der Hornschicht der Oberhaut, die bei genügender Ausbildung die tieferen Hautschichten vor weiteren UV-Schäden schützt. Die Bildung der Lichtschwiele erfolgt auf Grund von UVB-Strahlen. In Solarien verwendet man jedoch UVA-Strahlen, welche zwar schneller bräunen, die Haut aber auch schneller altern lassen und, genauso wie UVB-Strahlen, Hautkrebs verursachen. Solarien mit UVA- und UVB-Strahlungsanteilen bergen wiederum die Gefahr eines Sonnenbrands und erhöhen somit das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Besonders empfindlich sind Personen mit dem Hauttyp 1 (Haut auffallend hell, blass, Sommersprossen, rötliche Haare, grüne oder blaue Augen). Die Eigenschutzzeit in der Sonne beträgt jediglich fünf bis zehn Minuten.
Vorbräunen ist also nicht sinnvoll. Schädlich ist es nur dann, wenn die Einhaltung der Grundreglen missachtet wird. Pro Jahr sollten höchstens etwa 50 Sonnenbäder genommen werden.
Kontrolle beim Facharzt
Es gilt also: Sonne ja, aber mit Maß. Um das Hautkrebsrisiko niedrig zu halten, ist vor allem die regelmäßige Kontrolle bei einem Facharzt wichtig und auch notwendig. Jährlich gibt es in Österreich etwa 400 Neuerkrankungen, doch Hautkrebs ist heilbar, wenn man ihn rechtzeitig erkennt.