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Frühlingssport

Bewegungsmeldung

Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, zartes Grün zeigt sich im Geäst – der Frühling ist da.

Ein weiteres untrügliches Zeichen für den Einzug der wonnigen Jahreszeit ist das zaghafte innere Stimmchen, das uns zuflüstert, doch endlich wieder ein bisschen Bewegung zu machen. Während in den kalten, rauen Wintermonaten derartige Anwandlungen umgehend im Keim erstickt wurden, soll nun im Frühling alles ganz anders werden. So lautet zumindest der gute Vorsatz.

Das zaghafte Stimmchen in uns wird angesichts der ersten luftigleichten Frühlingskleider in den Schaufenstern schon etwas kräftiger. Und beim Anblick der Urlaubskataloge für die Sommerferien ist klar: Es muss etwas passieren – und zwar rasch. Für bodenlange Flatterteile sind wir noch zu jung, für uneinsehbare Privatstrände (noch) nicht reich genug. Bewegung soll ja angeblich auch Spaß machen – wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat.

Aber Sport ist nicht gleich Sport. Wer seine Zeit effizient nützen möchte, dem sei ein Blick auf eine Kalorientabelle empfohlen. Eine halbe Stunde flott gelaufen – schon sind 600 Kalorien verbrannt. Golfen hingegen mag zwar schick sein, aber mit lediglich 180 verbrannten Kilokalorien pro halber Stunde ist das Preis/Leistungs-Verhältnis äußerst unbefriedigend. Die meisten gängigen Sportarten verbrutzeln im Schnitt immerhin 300 Kalorien in dreißig Minuten. Allerdings sollte der Kalorienverbrauch allein nicht ausschlaggebend sein, um sich endlich wieder einmal in Bewegung zu setzen.

Sport kann noch viel mehr: Er hebt die Laune (wenn schon nicht währenddessen, so doch zumindest danach), hilft Stress abzubauen, kräftigt und strafft die Muskulatur, lockert Verspannungen, hält den Kreislauf- und Bewegungsapparat in Schwung, fördert die Durchblutung und steigert rundum das Wohlbefinden. Nun, das klingt ja alles recht einleuchtend, wenn da nicht der innere Schweinehund wäre, den es erst auszutricksen gilt.

Damit in diesem Frühling wirklich alles anders wird, hier ein paar Motivationstricks:

  • Realistische Ziele stecken. Nicht gleich für den New York-Marathon anmelden, denn bei unerreichbar weit entfernten sportlichen Zielen schlägt die anfängliche Motivation nur allzu rasch ins Gegenteil um. Besser und zielführender ist es, dreimal pro Woche gemütliche zwanzig Minuten Bewegung einzuplanen. Das ist ein erster Anfag und gut zu schaffen.

  • Sporttage fixieren. Zum Beispiel jeden Dienstagabend Nordic Walking als verbindlichen Termin in den Kalender eintragen. So wird es mit dem Hinausschieben der sportlichen Aktivitäten schon schwieriger. Noch besser ist es, einen wöchentlichen Kurs zu buchen, und das am besten zusammen mit einer Freundin oder einem Freund. Sport zu zweit ist einfach lustiger, außerdem kann man sich gegenseitig besser motivieren.

  • Spaßfaktor nicht vergessen. Sport in Bewegung sollten nicht bloß eine Schinderei sein, sondern dürfen ruhig auch Spaß machen. Man muss ja nicht joggen, nur weil es alle tun. Es gibt unendlich viele Sportarten – schon einmal Rudern oder Fechten probiert?



Bildnachweis: pixelio.de