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2100 Kilometer für Pedalritter



2100 Kilometer für Pedalritter

Der Radtourismus in Oberösterreich boomt. Indikator dafür ist natürlich der Radweg entlang der Donau. Dieser wird von täglich 1500 Radtouristen passiert", schildert Friedrich Bernhofer, ÖVP-Landtagsabgeordneter und Obmann der Werbegemeinschaft Donau 0Ö. Dem galt es natürlich durch eine weitere Optimierung des Radwegenetzes Rechnung zu tragen. Bernhofer verweist dabei darauf, dass schon im Jahr 1985 damit begonnen wurde, zusammen mit den Gemeinden ein Radwegekonzept auszuarbeiten.
„Heute umfasst dieses Netzwerk 31 Hauptrouten und sieben Verbindungswege mit einer Gesamtlänge von 2100 Kilometern", so Friedrich Bernhofer.

Kriterien für die Festlegung der Routen seien Familienfreundlichkeit, Radfreundlichkeit, Distanz zum Durchzugsverkehr und gewünschte Lage entlang von Seen und Flüssen gewesen.
Zu echten Hits hätten sich daher die Radrouten Donau, Inn, Salzkammergut, Grenzland, Römerweg und Ennstal entwickelt. Bernhofer ist überzeugt, mit dem Rad touristisch auf das richtige Pferd zu setzen. Immerhin geht aus Umfragen hervor, dass 14 Prozent der Urlaubsgäste nach Oberösterreich kommen, um einen reinen Radurlaub zu verbringen.

Qualitätsoffensive entlang der oö. Radwege
Jeder vierte Urlaubsgast steigt während seines Oberösterreich-Urlaubes zumindest einmal auf das Fahrrad. Im Sinne einer Optimierung des Radwegenetzes gibt es an den Hauptrouten auch eine
einheitliche Beschilderung: Nummer des Radweges, Ortsangabe, Distanzangabe zum nächsten Etappenziel. Auch die Tourismuswirtschaft strampelt voll mit: In diesen Wochen startet daher eine breit angelegte Schulungs- und Beratungsoffensive für Gastro-Unternehmen mit Schwerpunkt Rad.

Umweltministerium will Radfahren schmackhaft machen
Einen Schwerpunkt Rad setzt auch Umweltminister Josef Pröll. Am Welt-Umwelttag hat er kürlich die Kampagne „Abfahren aufs Radfahren" gestartet. „Was die Nutzung des Fahrrades anbelangt, liegt Österreich im internationalen Vergleich derzeit noch im hinteren Drittel. Dabei ist das Fahrrad das ideale Fortbewegungsmittel für kurze Strecken. Fast jede zweite Autofahrt ist kürzer als zwei Kilometer. Weil Verbrennungsmotoren erst sauber arbeiten, wenn die Betriebstemperatur erreicht ist, bringt das Fahrrad eine deutliche Senkung der Feinstaub- und Stickoxid-Emissionen", beschreibt der Umweltminister die Zielsetzung der Kampagne mehr Österreicher zum Umstieg auf das Fahrrad zu animieren.
Dazu käme, dass man sich dadurch auch jeglicher Parkplatzsorgen entledige. Unterstützt wird die Kampagne auch vom österreichischen Tour-de-France-Etappensieger Georg Totschnig. Er verweist auf die gesundheitlichen Aspekte: „Radfahren schont nicht nur die Umwelt. Radfahren hält auch körperlich fit. Ich bin Vater dreier Kinder und wünsche mir für meine Familie eine gesunde Zukunft in einer gesunden Umwelt."


Quelle: Neues Volksblatt, 6. Juli 2006