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Hightec im Umweltbereich



Österreich hat eine Spitzenposition bei den Umwelttechnologien

Die österreichische EU-Ratspräsidentschaft hat in der europäischen Umwelt- und Energiepolitik entscheidende Weichen gestellt. Der Anteil erneuerbarer Energieträger soll bis 2015 auf 15 % gesteigert werden und im Bereich der Energieeffizienz besteht ein Potential von 20 % bis zum Jahr 2020. Damit soll die Abhängigkeit der EU von fossiler Energie, von Erdöl- und Erdgasimporten deutlich verringert werden.

Starker Wirtschaftsfaktor
Umweltminister Josef Pröll ist stolz, dass Österreich bei Umwelttechnologien Spitzenreiter und gerade im Bereich Biomasse Vorreiter in Europa ist.
Aber auch eine weitere Kennzahl zeigt, dass Österreich auf der Überholspur ist: Gemessen am Bruttoinlandsprodukt liegt Österreich bei den Umweltinvestitionen nach Dänemark an der zweiten Stelle unter den 25 EU-Mitgliedsstaaten. Das ist aus mehreren Gründen wichtig. Neben mehr Unabhängigkeit von immer teureren Energieimporten sind Umwelttechnologien ein Schlüssel zur weiteren Reduzierung der Umweltbelastungen.

Zudem haben sich Umwelttechnologien zu einem gesamtwirtschaftlich bedeutenden Beschäftigungsfeld mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten entwickelt. Auf den Märkten zeigt sich Umwelttechnik „Made in Austria" als besonders wachstumsstark, dynamisch, innovativ und technologisch hoch entwickelt.

In Österreich erwirtschaften rund 20.000 Beschäftigte einen Umsatz von rund 4 Milliarden Euro. Der Beitrag der österreichischen Umwelttechnikindustrie zum nominellen Bruttoinlandsprodukt konnte seit 1993 auf knapp 2 Prozent verdoppelt werden.
In der Umweltindustrie wird ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von 7,3 Prozent realisiert, der Vergleichswert in der Sachgütererzeugung liegt bei lediglich 3,5 Prozent. Das durchschnittlich jährliche Exportwachstum erreicht in diesem Zeitabschnitt 7,5 Prozent. Es ist damit doppelt so hoch wie in der Sachgütererzeugung insgesamt.

Herausragend in dieser Entwicklung ist die Umsatz- und Exportentwicklung im Bereich saubere Energie, bei der durchschnittlich jährliche Umsatz- und Exportwachstumsraten von 10 Prozent realisiert werden konnten.

Darüber hinaus wurde durch eine erfolgreiche Umweltpolitik ein Innovationsmarkt mit einer Vielzahl von neuen, sicheren und attraktiven Arbeitsplätzen geschaffen.
Bis 2013 besteht allein in Österreich in der Umwelttechnikindustrie ein Potenzial von mehr als 6000 neuen Arbeitsplätzen.

Erfolgreiche Innovationen
Was Österreich alles zu bieten hat, hat Umweltminister Pröll beim informellen Treffen der EU-Umweltminister in Österreich vorgezeigt.
Unternehmen, die bei Biomasseheizungen und in der Solartechnik Weltspitze sind.
Innovationen im Bereich Biogaserzeugung und bei der Nutzung der Wasserkraft oder aber Vorzeigeprojekte beim Bau von Passivhäusern, die kaum noch Energie verbrauchen.

Viele Gemeinden in Österreich leisten darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz durch Projekte zum Energiesparen und zur sanften Mobilität. Das Umwelttechnologie-Zentrum in Güssing, die Biodieselflotte der Grazer Stadtwerke oder aber die größte Biomassefernwärmeanlage in Lienz sind schon heute international bekannte Projekte, mit denen Österreich seine Kompetenz in Umwelttechnik-Bereich beweisen kann.

Mehr zu diesen und anderen Best Practice Beispielen der österreichischen Umwelttechnologie unter
www.lebensministerium.at


Quelle: Neues Volksblatt – Sonderbeilage Wirtschaftsbund, Juli 2006